
„Erst wenn es blutet, tut es weh“ ist eine Rauminstallation mit Bewegtbild von Uta Kilian Moes, die sich mit Generationstraumata, männlichen Rollenbildern und deren Weitergabe auseinandersetzt. Ausgangspunkt waren Gespräche mit Männern aus dem ländlich geprägten ostdeutschen Raum. Die Künstlerin untersucht Sprachlosigkeit, verdrängte Kriegserfahrungen sowie den Verlust von Zugehörigkeit und Arbeitserfahrungen seit der Wendezeit. In einer installativen Anordnung aus verlassen wirkenden Tischen, Kleidung, Flaschen, Kinderspielzeug und projizierten Bildern verdichten sich Erinnerungen, gesellschaftliche Erwartungen und tradierte Glaubenssätze zu einem vielschichtigen Gegenwartsbild. Die Arbeit fragt nach emotionaler Vererbung, nach Verletzlichkeit und danach, wie sich gesellschaftlich akzeptierte Strategien der Verdrängung bis heute fortsetzen.
Ausgelöst vom kriegerischen Weltgeschehen und als weiteres Fotoprojekt angedacht, begab ich mich im Oktober 2024 mit Fragen auf Spurensuche zum Thema „MANN“.
Wie sieht der Mann sich selbst?
Dazu suchte ich die Begegnung und das Gespräch mit Männern in meiner ostdeutschen und ländlich geprägten Heimat und wandte mich gleichzeitig an den Journalisten Frank Grommisch, um das Thema in der Mitteldeutschen Zeitung öffentlich zur Diskussion zu stellen und männliche Sichten zu finden und darzustellen.

„Als das Projekt aufgrund der nicht vorhergesehenen Sprachlosigkeit von Männern einen anderen Verlauf nahm als erwartet, spornte dies die Künstlerin zusätzlich an, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sie analysierte Gründe des Schweigens und präsentiert sie dem Publikum in überraschenden Installationen.Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, vor dem entsteht ein vielschichtiges Gegenwartsbild von ostdeutschen Männern, wie es wohl nicht zu erwarten war. Die Ausstellung regt dazu an, sich intensiver mit dem Thema zu befassen. Und Männer werden sich nach einem Besuch selbst hinterfragen.“Frank Grommisch Journalist
„Diese Ausstellung gehört in die Öffentlichkeit. „
Ruth Demski 97 Jahre
mehr Infos siehe unten
2026 „Aus dem Osten ? – Was BLEIBT !“ Frauenpower made in GDR zeitgenössische Fotografie

Presse : 29.12.25 Artikel zum neuen Projekt erscheint in der Mitteldeutschen Zeitung. 1.12.25 Artikel zum neuen Projekt erscheint in der Lausitzer Rundschau.
In meinen Projekten arbeite ich mit Menschen zusammen, dazu spreche ich sie an, veröffentliche meine Themen in der hiesigen Presse.
„MÄNNER- was MANN (NICHT) offenbaren möchte“ – ein (kein) Fotoprojekt Ausstellung am 20.21.September in Reicho/ Stadt Jessen/E zum Tag des offenen Ateliers
…“Es gibt unendlich viele Verbote für Leichtigkeit, Freude, Entspannung. Es spielt eine riesige Rolle was Andere denken oder erwarten. Weit über das Maß hinaus, wie es in anderen Regionen ist“………………..
………….“Also definitiv ein DDR Spruch. Die Entstehung sehe ich so: Die tiefe Ohnmacht der Menschen über die Macht der Obrigkeit/des Systems sitzt sehr tief. Es gibt ganz viel Gefühle von machtlos und fremdbestimmt aus dieser Zeit. Ich denke der Spruch ist die Rebellion gegen dieses Gefühl. “
In einer Rauminstallation verarbeite ich Gespräche, thematisiere das Generationstrauma, männliche Glaubenssätze und das erlebte Schweigen zum angefragten Thema.

